Der Graue Star

Folgende Themen finden Sie hier 



Vor der Operation
Die Star-Operation
Nach der Operation
Der Nachstar



Im vorderen Teil des menschlichen Auges sitzt die Augenlinse, die Lichtstrahlen so bündelt, dass diese auf der Netzhaut zusammentreffen und ein scharfes Abbild entsteht. Mit zunehmendem Alter trübt sich die Augenlinse immer mehr, bis irgendwann die Trübung so stark wird, dass man nur noch unscharf, nebelig oder wie durch einen grauen Schleier sieht. Auch kann eine starke Blendung bei hellem Licht oder in der Dunkelheit hinzukommen. Dann hat sich ein Grauer Star (Katarkt) gebildet.

Eine Sehverbesserung ist nur durch eine Operation des Grauen Stares möglich; andere Behandlungsmöglichkeiten gibt es nicht, und es ist nicht zu erwarten, dass sich das Sehvermögen von alleine wieder bessert. In aller Regel ist die Staroperation heute ambulant durchführbar, selbst wenn zusätzliche Augenerkrankungen wie Grüner Star (Glaukom), Makuladegeneration (Netzhautverschleiss), Augenentzündungen oder etwa eine starke Fehlsichtigkeit vorliegen sollten. Auch Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma, Parkinson u.s.w. stellen in der Regel heute kein Hindernis für eine ambulante Operation dar, denn mit den modernen Verfahren handelt es sich um einen sicheren Routineeingriff, der zu einer deutlichen Sehverbesserung führt.
 

 

Vor der Operation                                             Seitenanfang

Jeder Patient, der in unserer Praxisklinik operiert wird, wird vor der Operation gründlich augenärztlich untersucht und es werden die notwendigen Augenvermessungen durchgeführt. Und zwar von dem Arzt, der hinterher auch die Operation durchführt. Viele Patienten bringen zu dieser Voruntersuchung auch eine Vertrauensperson mit. Wir werden alles mit Ihnen besprechen und es ist genügend Zeit, alle interessierenden Fragen zu stellen.

Weiter empfehlen wir vor der Operation eine kurze Untersuchung beim Hausarzt oder Internisten mit Blutabnahme und ggf. EKG, um etwaige Risiken für die Operation von vornherein auszuschließen. Die einzige Vorbereitung der Patienten auf die Operation besteht in antibiotischen Augentropfen, die 3 Tage vor der Operation genommen werden, und darin, am OP-Tag nüchtern in unsere Praxisklinik zu kommen.

 


 

Die Staroperation                                             Seitenanfang

Über 400.000 Mal pro Jahr werden in Deutschland Patienten am Grauen Star operiert. Die Operation wird unter sterilen Bedingungen in unseren OP-Räumen durchgeführt und erfolgt in örtlicher Betäubung. Während der Operation ist man bei vollem Bewußtsein, Schmerzen werden jedoch nicht verspürt. Wenn gewünscht, wird für den kurzen Augenblick der örtlichen Betäubung ein Schmerz- und Betäubungsmittel (Kurznarkose) gegeben, so dass auch die ansonsten schmerzhafte Spritze nicht als unangenehm empfunden wird. Immer ist eine erfahrene Anästhesistin für die medizinische Betreuung zugegen.

Während der Operation, die unter dem Mikroskop durchgeführt wird, liegen die Patienten ruhig auf dem Rücken: Dabei wird die getrübte Augenlinse mit dem derzeit fortschrittlichsten Behandlungsverfahren durch einen kleinen Schnitt mittels Ultraschall zertrümmert und abgesaugt (Phakoemulsifikation). Die Linsenkapsel verbleibt im Auge und dient zur Aufnahme der neuen klaren Kunstlinse, die am Ende der Operation in das Auge eingesetzt wird.

 

 

Nach der Operation                                           Seitenanfang

Nach der Operation ruhen sich die Patienten bei einem kleinen Frühstück in unseren Räumen aus; erst wenn wir sicher sind, daß es ihnen gut geht, entlassen wir Sie. Insgesamt sind die Patienten am OP-Tag nur etwa 3 Stunden in der Praxisklinik. Am nächsten Tag kann der Augenverband schon entfernt werden. Häufig stellen die Patienten schon jetzt eine Sehverbesserung fest. Wir werden mit Ihnen die Anwendung der Augentropfen besprechen, die Sie in der ersten Zeit nehmen müssen. Bereits nach kurzer Zeit ist die Wundheilung abgeschlossen und es braucht auf das operierte Auge keine besondere Rücksicht genommen zu werden.

Die weitere Betreuung übernimmt der zuweisende Augenarzt. Er verschreibt auch - falls erforderlich - nach ca. 6 Wochen eine Brille, die mitunter benötigt wird, um eine optimale Sehschärfe zu erreichen.

 

 

Der Nachstar, und was sonst noch unerwünscht auftreten kann   Seitenanfang

Mit den modernen Verfahren ist das Risiko für Komplikationen zwar sehr gering; es gibt aber keinen operativen Eingriff ohne jegliches Risiko. Der Operateur ist verpflichtet, seine Patienten darüber aufzuklären: 

Wie nach jeder Operation kann es zu einer Blutung oder Entzündung kommen, die in aller Regel gut mit Augentropfen oder Medikamenten behandelbar ist. Es gibt aber in extrem seltenen Fällen so starke Blutungen oder Entzündungen, daß diese ein Auge bedrohen können. Wenn die Operationswunde nicht ganz symmetrisch verheilen sollte, kann es zu einer Hornhautverkrümmung kommen, die durch ein entsprechendes Brillenglas korrigierbar ist. Nach der Operation kann bei sehr wenigen Patienten das Zusammenspiel von operiertem und nicht operiertem Auge nicht ganz harmonisch sein und zu Beschwerden führen. Selten können Monate oder Jahre nach der Staroperation kleine Defekte der Netzhaut auftreten, die ohne augenärztliche Kontrolle zu Netzhautablösungen führen können. Rechtzeitig bemerkt, sind sie aber meist gut behandelbar.

Nach Monaten oder wenigen Jahren kann sich die Linsenkapsel eintrüben und das Sehen kann wieder schlechter werden: Dann hat sich ein Nachstar gebildet, den man aber problem- und schmerzlos mittels Laser in wenigen Minuten behandeln kann.

Vor der Operation
(Untersuchung
Vorbereitung)

Die Staroperation
(eine schmerzfreie Behandlung!)

Nach der Operation
(Wie verhalte ich mich?)

Nachstar
(nach dem Laser
wieder gute Sicht)

Die Kunstlinse vor der Implan- tation in das Auge

Grauer Star nach Augapfel- prellung auch schon in jungen Jahren.

Grauer Star nach chronischer Entzündung der Regen- bogenhaut

Trübung des Linsenkernes

Berufsverband der Augenärzte
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
American Academy Of Ophthalmology
Logo Aekno klein1

© Praxisklinik  Dr.med. Th. Mönks und Dr.med. H. Schmidt, Uerdinger Strasse 95, 47799 Krefeld
Tel.: 02151/8118-0  Fax 02151/8118-12  E-Mail 
Info@Augenarzt-Krefeld.de  URL Augenarzt-Krefeld.de
Stand:
19.11.2007